30 September 2011 - 20:30

Das UNO-Hochkommissariat für Menschenrechte hat mehrere Urteile eines Sondergerichts in Bahrain kritisiert.

Das Gericht hatte einen Demonstranten wegen Tötung eines Polizisten am Donnerstag zum Tode verurteilt.
Zudem wurden gegen Ärzte und Krankenschwestern, die Anfang des Jahres während des Aufstands in dem Königreich verletzte Demonstranten behandelt hatten, langjährige Haftstrafen verhängt.
Der Sprecher von UNO-Menschenrechtshochkommissarin Navi Pillay, Rupert Colville, sagte in Genf, die Angeklagten hätten nur begrenzten Zugang zu Anwälten gehabt, und die Anwälte hätten zu wenig Zeit zur Vorbereitung der Verteidigung gehabt.
Auch UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon äußerte sich zutiefst besorgt über die harten Urteile. Er rief die Behörden in Bahrain nach Angaben seines Sprechers zur Freilassung aller politischen Gefangenen und zur Respektierung internationaler Menschenrechtsnormen auf.